Antrieb für den Umweltschutz

Umstellung auf IE3-Motoren cenkt CO2-Emission

Der Zukunft einen Schritt voraus: Ab dem Jahr 2017 dürfen in der Europäischen Union nur noch besonders energieeffiziente Elektromotoren installiert werden. Die CHEMPARK-Partner treiben auf Initiative von LANXESS das Thema heute schon voran.

Im Interview mit „INTAKT“ erläutert Christoph Lammertz, Leiter Einkauf, Technik und Verpackung beim Spezialchemieunternehmen LANXESS, die Hintergründe, Herausforderungen und Chancen der aktuellen EU-Verordnung (siehe Kasten) – und beschreibt, wie das gemeinsame Vorgehen der CHEMPARK-Partner bereits heute zum Schutz von Umwelt und Klima beiträgt.

Herr Lammertz, was bedeutet die EU-Verordnung für die CHEMPARK-Unternehmen?

Lammertz: Während der Großteil der im CHEMPARK eingesetzten Motoren der Energieeffizienzklasse IE1 angehört, fordert die Verordnung eine Umstellung der Motoren auf IE2- oder IE3-Niveau bis zum 1. Januar 2017. So soll die Effizienz elektrischer Antriebe gesteigert und das Klima geschont werden. Auf Initiative von LANXESS stellen die Unternehmen im CHEMPARK bereits jetzt ihre Motoren um.

LANXESS hat die Umstellung auf IE3-Motoren früher als vorgeschrieben vorangetrieben. Wie kam es dazu?

Lammertz: Im Rahmen ihrer Masterarbeit bei LANXESS hat eine junge Wirtschaftsingenieurin sich intensiv mit dem Thema IE3-Motoren auseinandergesetzt. Dank ihrer Analyse und den daraus resultierenden Fakten konnten wir schnell feststellen, dass eine Anschaffung sich sowohl aus ökonomischen wie auch aus ökologischen Aspekten lohnt. Da wir den Großteil unserer Motoren über den TECTRION-Motorenpool warten und betreiben, haben wir TECTRION unsere Fakten präsentiert – die schnell auch die anderen CHEMPARK-Partner überzeugten.

Welche Vorteile sehen Sie in der Umstellung?

Lammertz: Bei den IE3-Motoren haben wir eine klare Win-win-Situation. Zum einen handeln wir wirtschaftlich sinnvoll: Zwar sind IE3-Motoren in der Anschaffung teurer als ihre Vorgänger – haben gleichzeitig aber einen besseren Wirkungsgrad und sparen Strom und somit Kosten ein. Wir haben errechnet, dass ein Motor bei durchschnittlicher Laufleistung bereits nach einem bis eineinhalb Jahren seine Mehrkosten amortisiert hat. Außerdem schonen die IE3-Motoren durch ihren geringen CO2-Ausstoß Umwelt und Klima.

Wie ist jetzt das weitere Vorgehen?

Lammertz: Seit April 2013 erwirbt TECTRION für den Motorenpool nur noch IE3-Motoren, die sukzessive eingebaut werden, sobald ein Motor kaputtgeht und nicht mehr sinnvoll repariert werden kann. Hilfreich für diese schnelle Umstellung war das gemeinsame Vorgehen aller CHEMPARK-Partner. Durch Verhandlungen mit den Motorenherstellern konnten wir auch die Mehrkosten, die durch den Ankauf der moderneren Motoren entstehen, reduzieren.

EU-Verordnung zu Elektromotoren

Die Europäische Kommission hat im Jahr 2009 auf der Basis der Ökodesign-Richtlinie 2005/32/EG eine Verordnung zur Festlegung von Anforderungen an Elektromotoren verabschiedet. Damit gibt es in Europa erstmals verbindliche Regelungen für Motoren und den Einsatz von Frequenzumrichtern. In dieser Verordnung werden für die verschiedenen Leitungsklassen folgende IE-Effizienzklassen als gesetzliche Mindestenergieeffizienzstandards vorgegeben:

  • Leistungsklasse 0,75 -–375 kW: mindestens IE2
    (ab Juni 2011)
  • Leistungsklasse 7,5 -–375 kW: mindestens IE3 oder IE2 mit Frequenzumrichter (ab 1. Januar 2015)
  • Leistungsklasse 0,75 -–375 kW: mindestens IE3 oder IE2 mit Frequenzumrichter (ab 1. Januar 2017)

Damit der Umstieg reibungslos gelingt: Wie unterstützt TECTRION Sie dabei?

Lammertz: Die Experten von TECTRION stellen zunächst in einer systematischen Betrachtung fest, ob und wie ein Wechsel mechanisch und elektrisch machbar ist. So wird u. a. geprüft, ob die neuen Motoren im Hinblick auf ihre Größe am Einsatzort montierbar sind. Daneben ist zu klären, ob die Unterkonstruktion stark genug für das höhere Gewicht des neuen Motors ist und ob sich der vorhandene Motorschutz und die Absicherung zum Motor- bzw. Anlaufstrom eignen. TECTRION listet alle erforderlichen Maßnahmen auf, die während eines geplanten Stillstands oder beim Wechsel des Motors notwendig sind und sorgt so für einen reibungslosen Wechsel.

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