Durchblick für klares Abwasser

TECTRION fertigt Minikläranlage aus Plexiglas

Eine ganz Anlage komplett aus Glas? Für die Kunststoffwerkstatt von TECTRION kein Problem. Die Fachleute haben jüngst den Teil der Bürriger Kläranlage, der für die Reinigung der kommunalen Abwässer sorgt, aus Plexiglas nachgebaut. Das durchsichtige Material ermöglicht dem Chemparkbetreiber CURRENTA die Abläufe in den Reaktoren und den einzelnen Klärbecken besser zu beobachten und mögliche Verbesserungen beim Reinigungsprozess zu erzielen.

 
Kläranlage im Miniformat: Eine Currenta-Mitarbeiterin dokumentiert den Prozess der Abwasserreinigung.

„Wir fertigen zwar häufig Anlagenteile aus Plexiglas. Dennoch war dieser Auftrag wegen seiner Größe und Komplexität auch für uns etwas Besonderes. Denn es galt, die Anlage für Versuchszwecke im Maßstab 1:45000 nachzubauen“, sagt Alfred Scholz, Arbeitsvorbereitung Nichtmetallische Werkstoffe. Die entsprechenden Zeichnungen und den Bauplan hatte Karl-Heinz Stürznickel, Labor- und Technikumsleiter im Segment Abwasserreinigung der CURRENTA, erarbeitet. „Die Kaskadenbiologie zur Reinigung der kommunalen Abwässer erzielt mit der vorhandenen Technik sehr gute Ergebnisse. Dennoch arbeiten wir ständig an kontinuierlichen Verbesserungen. Eine ‚gläserne’ Anlage bietet uns dazu hervorragende Möglichkeiten“, so Stürznickel.

Die Versuchsanlage ist per Rohrleitung mit der realen Kläranlage verbunden. Ein Teil des zu klärenden Abwassers wird im Verhältnis 1:45000 abgezweigt und in die Versuchsbehälter geleitet. In diesem Teilstrom werden nun diverse Parameter bei der Reinigung geändert. Eine zweite, ebenfalls von TECTRION errichtete baugleiche Versuchsstrecke wird parallel zur Großanlage gefahren. Die Reinigungsergebnisse aus der Anlage mit veränderten Parametern werden mit den Werten der Referenzanlage verglichen, die wie die Großanlage gefahren wird. „Aus diesen Resultaten wollen wir dann mögliche Verbesserungsmaßnahmen für unsere Großanlage ableiten. Unser Ziel ist es, eine für die Reinigung noch bessere Zusammensetzung der Biomasse zu erhalten“, erklärt Stürznickel.

In den jetzt gestarteten Versuchsreihen wird in erster Linie versucht, verschiedene Störstoffe zu entfernen. Weiterer Vorteil: „Durch die maßstabsgetreue Nachbildung können wir den kompletten Reinigungsprozess bei den wechselnden Megendurchflüssen nachstellen“, so Stürznickel. Dazu sind für die 15 Quadratmeter große zweistraßige Versuchsanlage nicht nur vier Becken mit acht Reaktoren und acht Zuläufen errichtet worden. Für die genauen Mengen-, Sauerstoff- und ph-Wert-Messungen ist auch ein Prozessleitsystem integraler Bestandteil der Versuchsanlage. Unterstützt werden die Analysen von der Universität Duisburg-Essen. Die Fachleute arbeiten mit wissenschaftlichen Methoden mit daran, die Zusammensetzung der Biomasse zu bestimmen und auszuwerten.

„Für uns galt es – wie bei allen Arbeiten mit Kunststoff – besonders sorgfältig und genau zu arbeiten, damit die Anlage sicher und reibungslos funktioniert und die gewünschten Versuchsergebnisse liefert“, erklärt Scholz. „Dazu verfügen wir in unserer Werkstatt über ausgewiesene Fachleute mit großer Erfahrung.“ Die Versuchsreihen sind bereits erfolgerich angelaufen. „Die bewährte Zusammenarbeit mit TECTRION hat auch in diesem Fall wieder hervorragend funktioniert“, freut sich Stürznickel.

Kunststoffwerkstatt: Rundum-Paket aus einer Hand

Die Fachleute der TECTRION-Kunststoffwerkstatt bieten:

  • Umfassende Beratung beim Einsatz von Kunststoffen in chemisch-pharmazeutischen Anlagen, Laboratorien und Technika
  • Komplette Planung, Fertigung, Montage, Abnahme und Dokumentation von Apparaten und Rohrleitungen aller marktüblichen Kunststofftechnik sowie hochfluorierter Thermoplaste
  • Kurzfristige Fertigung benötigter Bauteile dank gut sortiertem Lager mit Halbzeugen
  • Abwicklung von wiederkehrenden Prüfpflichten entsprechend den gesetzlichen Anforderungen

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