Ein Hightech-Koloss mit Präzision

Ausbau der Sonderabfall-Verbrennungsanlage steht vor dem Abschluss

Der neue Bunkerkran im Recycling- und Entsorgungszentrum des CHEMPARK Leverkusen bietet modernste Fördertechnik – bei einem Gewicht von 23 Tonnen.

Neuer Bunkerkran für das Entsorgungszentrum von Currenta.

Wie von Geisterhand gesteuert bewegt sich der neue Bunkerkran durch das Leverkusener Recycling- und Entsorgungszentrum von CURRENTA. Trotz seines Gewichts von rund 23 Tonnen fährt der Koloss leise und mit höchster Präzision durch die Bunkerkammern, nimmt Müll auf und transportiert diesen zu den Einfülltrichtern der Verbrennungsanlage. Möglich wird dies durch intelligente Steuertechnik.

Ein Laserscanner am Brückenträger erstellt ein zweidimensionales Profil des Bunkers. Verknüpft mit der Position des Krans wird daraus eine dreidimensionale Vermessung. Diese Daten machen es möglich, dass der Greifer den Müll automatisch am höchsten Füllpunkt aufnehmen kann“, erklärt TECTRION-Mitarbeiter Hans-Peter Müller. Gemeinsam mit seinem Team aus dem Bereich Fördertechnik hat er den Einbau des neuen vollautomatischen Zweiträger-Brückenkrans betreut. Dieser soll den vorhandenen Bunkerkran aufgrund einer Mengensteigerung bei der Behandlung von festen Abfällen unterstützen. „Beide Kräne können so gesteuert werden, dass sie die einzelnen Müllbunker und Verbrennungsöfen nach Bedarf oder Verfügbarkeit anfahren“, so Müller weiter. „Und das wahlweise im Voll- oder Halbautomatikbetrieb.

Die komplexe Fördertechnik ist Teil des umfassenden Ausbaus des Leverkusener Entsorgungszentrums, in den CURRENTA rund 14 Millionen Euro investiert hat. Durch die Erhöhung der Kapazität bei der Müllbehandlung soll der geringer werdende Gehalt an brennbaren Anteilen in Abfällen kompensiert werden. Entstanden sind neben dem neuen Krangreifer eine weitere Bunkerkammer mit einem Fassungsvermögen von 300 Kubikmetern sowie eine 1.600 Quadratmeter große Lager- und Mischhalle.

Mit seiner effizienten Arbeitsweise machte sich der neue Kran bereits während der Bauphase bezahlt. Denn direkt nach der frühzeitigen Montage wurde er für Abriss- und Baumaßnahmen eingesetzt. Damit konnte CURRENTA Kosten für einen zusätzlichen Baukran sparen. „Das gesamte Projekt war hochspannend“, erzählt Müller. „Fast alle Arbeiten wurden im laufenden Betrieb durchgeführt. Das erforderte ein reibungsloses Zusammenspiel aller Beteiligten.“

In Kürze sollen die Erweiterungsarbeiten abgeschlossen werden. Damit ist die Verbrennungsanlage für die Lagerung und Behandlung einer Abfallmenge von bis zu 120.000 Jahrestonnen gerüstet. Bisher konnten rund 30.000 Tonnen verarbeitet werden. Auch nach Abschluss der Baumaßnahmen wird das TECTRION-Team sowohl den neuen Bunkerkran als auch die gesamte Fördertechnik in der Verbrennungsanlage weiter betreuen – da-runter die Toranlage 9, die drei Rolltore der neuen Mischhalle, die Hubgerüste 1 und 2, mit denen der getrocknete Klärschlamm in die Verbrennungsanlage transportiert wird, sowie sämtliche Aufzüge und Hebezeuge.

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