Von klein auf unter Strom

Sehr gut: André Wettels absolvierte als Jahrgangsbester seine Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf "Elektroniker für Betriebstechnik"

André Wettels bei der Parametrierung eines Frequenzumrichters. Über Frequenzumrichter werden im Chempark Elektromotoren, Lüfter oder auch Pumpen angesteuert.
Andreas Buchmann, zuständig für die Betreuung der Auszubildenden bei TECTRION und Mandy Burlaga aus der Kommunikation, besuchten den 20-Jährigen in Uerdingen, wo er seit Mitte Januar im Entstördienst tätig ist.
Andreas Buchmann, André Wettels und Mandy Burlaga (v. l. n. r.) im Interview.

André Wettels hat es geschafft: 92 Prozent geballtes Wissen. Das entspricht der Gesamtnote „sehr gut“. Er strahlt übers ganze Gesicht, wenn er an diesen Moment zurück denkt. Wettels arbeitet sich gern in neue, tägliche Herausforderungen ein und löst auch knifflige Fälle beim Kunden vor Ort. Wir wollten den jungen Elektroniker für Betriebstechnik persönlich kennenlernen, um unsere herzlichen Glückwünsche zu dieser tollen Leistung zu übermitteln. Dafür haben wir ihn in Uerdingen besucht, wo er seit Mitte Januar das Team des Entstördienstes unterstützt.chon von klein auf stand sein Berufswunsch fest: „Etwas mit Strom oder Elektrik sollte es sein“, erinnert sich Wettels. Lächelnd fügt er hinzu: „Seit ich laufen kann, war ich mit Kabeln und Leitungen in der Hand zuhause unterwegs.“ Als Jugendlicher schaute er seinem Vater über die Schulter und half ihm, die typischen kleinen, elektrischen Herausforderungen im Haushalt zu lösen. Später absolvierte er ein zweiwöchiges Praktikum beim Energiedienstleister Steag. Bereits nach dem ersten Tag stand für ihn unwiderruflich fest: „Elektroniker ist genau mein Ding. Das will ich unbedingt machen.“

Sein Entschluss für eine Berufsausbildung bei TECTRION war für Wettels genau das Richtige. Während dieser Zeit wurde er in vier Unternehmensbereichen ausgebildet. Ginge es nach ihm, hätte er gern noch mehr Bereiche, wie beispielsweise die Fördertechnik oder die Wägetechnik kennengelernt. „Alle Bereiche kennenzulernen, wird bei unserer Fülle an Leistungen nie möglich sein. Trotz dessen ist es unser Anspruch, so viel wie möglich an praktischen Erfahrungen zu vermitteln. Hier können wir durchaus noch optimieren, um unseren Azubis unterschiedliche, praktische Einblicke zu ermöglichen, so Personalreferent Andreas Buchmann.“

Jeden Tag warten neue Herausforderungen

„Als ich nach der ersten Theoriephase endlich in den Betrieb und damit in die Praxis konnte, war ich einfach nur begeistert, was hier Alles gemacht wird.“ Langeweile kennt Wettels nicht. „Im Entstördienst sind wir oft der sprichwörtliche Retter in der Not. Einem Anruf folgt der nächste. Ich weiß fünf Minuten vorher nicht, was auf mich und meine Kollegen zukommt.“  Genau diese Herausforderungen sind es, die ihn täglich im Schichtdienst antreiben.
An ein Ereignis erinnert er sich bis heute ganz genau: „Im Kundenbetrieb ist ein ganzes Modul abgebrannt. Ein Schaltraum wurde erneuert und die Abgänge von den Sicherungen in einem Schaltschrank müssen vergessen worden sein, festzuschrauben“, ist Wettels sich sicher. „Damals rief uns der Kunde an und wunderte sich über ständig ausfallende Antriebe in einer seiner Produktionsstraßen. Mein Kollege und ich sind sofort los. Im Schaltraum angekommen roch es bereits verschmort. Für uns war klar, hier stimmt einiges nicht. Gott sei Dank wurden wir schnell fündig, welches Modul betroffen war und konnten Schlimmeres verhindern." Zugegeben, nicht jeder Tag ist so aufregend wie dieser, aber Wettels hat seinen Kindheitstraum zum Beruf gemacht und fühlt sich wohl im Team. Die aktuelle Arbeit im Schichtsystem stört ihn nicht. Früher musste er für bestimmte Termine Urlaub nehmen, heute kann er flexibler planen.

Lebenslanges Lernen inklusive

„Wenn ich die Wahl hätte, würde ich alles wieder genauso machen und den gleichen Beruf erlernen.“ Dabei ist ihm das Wissen keineswegs durchweg zugeflogen. Transformatoren seien ein solches Thema gewesen, tagelanges Auswendiglernen war die Folge bis es endlich klick gemacht hat. Im Gegensatz zu Schaltungen, wo eine Logik dahinter steckt. „So etwas schaue ich mir an und verstehe es sofort“, schmunzelt Wettels. Er wisse längst noch nicht alles. Vielmehr steht lebenslanges Lernen auf seinem Programm. Zwei bis drei Jahre möchte er so viel wie möglich an Erfahrung sammeln. Ob er danach seinen Meister oder Techniker macht, plant er (noch) nicht. Es gefällt ihm so wie es ist. „Elektroniker in der Industrie zu sein, ist allein aufgrund der Fülle an gesetzlichen Vorgaben, Regeln und Normen eine anspruchs- und verantwortungsvolle Tätigkeit. Dazu kommen spezifische Gegebenheiten beim Kunden, wo häufig in explosionsgefährdeten Bereichen gearbeitet wird“, zählt er auf. Für manch Außenstehenden eine unheimliche Situation. Der 20-Jährige winkt ab: „Als ich mich hier für einen Ausbildungsplatz beworben habe, war mir bewusst, dass ich in einem Chemiepark tätig sein werde.“ In der Ausbildung ist er sehr gut darauf vorbereitet worden. „Dazu kommt, dass man im Laufe der Zeit ein Bauchgefühl entwickelt. Ich schraube nicht einfach drauf los. Sobald ich mir unsicher bin, unterbreche ich meine Arbeit und kläre, wie ich diese Tätigkeit richtig und vor allem sicher ausführen kann.“ Mit dieser Einstellung liegt er bei TECTRION genau richtig. Allen, die noch nicht wissen, welchen Beruf sie später ausüben möchten, empfiehlt er ein Praktikum. Das habe ihm am meisten bei der Berufswahl genutzt.

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